St. Maria

Kath. Kirchengemeinde in Ditzingen

Hinter dem Schloß 17
71254 Ditzingen
Die Lesungen werden tagesaktuell von http://www.mein-tedeum.com/ zur Verfügung gestellt:

Heute in Te Deum

Sonntag · 19. Mai 2024

PFINGSTEN
HEILIGES PFINGSTFEST

Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater
wird ihn lieben,
und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm
nehmen.

Johannes 14,23b

Heute feiern wir in der Sendung des Heiligen Geistes, den Jesus seinen Jüngern verheißen hat, die Vollendung des Christus- und Ostermysteriums. Das erste Pfingstfest war nach dem Bericht der Apostelgeschichte (Apg 2,1–11) an einem jüdischen Feiertag, dem Erntedankfest für die Weizenernte, das fünfzig Tage nach dem Paschafest gefeiert wurde. Mit dem Dank für die Frucht der Erde verband sich ein anderer Dank, nämlich die Erinnerung an den Bundesschluss auf dem Sinai. Sieben Wochen nach dem Paschafest, am 50. Tag (»Pentekoste« = Pfingsten), wird der Heilige Geist als Frucht und Vollendung der Heilstat Christi ausgegossen: Der Neue Bund ist geschlossen – das ist der Inhalt dieses neuen Erntedankfestes. Pfingsten ist also so etwas wie eine »Schlussfuge« der gesamten Feier: Christus lebt und wir leben in der Kraft des Heiligen Geistes in ihm.
Schrifttexte für die Eucharistiefeier am Vorabend:
1. Lesung: Gen 11,1–9 oder Ex 19,3–8a.16–20 oder Ez 37,1–14 oder Joël 3,1–5 / 2. Lesung: Röm 8,22–27 / Evangelium: Joh 7,37–39

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob ververkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

Hymnus

Komm, Heil’ger Geist, der Leben schafft,
erfülle uns mit deiner Kraft.
Dein Schöpferwort rief uns zum Sein:
Nun hauch uns Gottes Odem ein.

Komm, Tröster, der die Herzen lenkt,
du Beistand, den der Vater schenkt;
aus dir strömt Leben, Licht und Glut,
du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.

Dich sendet Gottes Allmacht aus
im Feuer und in Sturmes Braus;
du öffnest uns den stummen Mund
und machst der Welt die Wahrheit kund.

Entflamme Sinne und Gemüt,
dass Liebe unser Herz durchglüht
und unser schwaches Fleisch und Blut
in deiner Kraft das Gute tut.

Die Macht des Bösen banne weit,
schenk deinen Frieden allezeit.
Erhalte uns auf rechter Bahn,
dass Unheil uns nicht schaden kann.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt.

Den Vater auf dem ew’gen Thron
und seinen auferstandnen Sohn,
dich, Odem Gottes, Heil’ger Geist,
auf ewig Erd’ und Himmel preist. Amen.
Nach »Veni, creator Spiritus«, Hrabanus Maurus (†  856) zugeschrieben,
Stundenbuch; Melodie: GL 342 · KG 481

PSALM 104

Verse 1–2.24–25.29–31.34

Herr, mein Gott, wie groß bist du! *
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid, *
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.
Herr, wie zahlreich sind deine Werke! /
Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, *
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Da ist das Meer, so groß und weit, *
darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.
Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört; /
nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin *
und kehren zurück zum Staub der Erde.
Sendest du deinen Geist aus,
so werden sie alle erschaffen, *
und du erneuerst das Antlitz der Erde.
Ewig währe die Herrlichkeit des Herrn; *
der Herr freue sich seiner Werke.
Möge ihm mein Dichten gefallen. *
Ich will mich freuen am Herrn.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
PSALM-GEBET Gütiger Gott, alles hast du geschaffen und erhältst es durch deinen Geist. Schenke uns deinen Geist, der uns fähig macht, deine Größe zu erkennen und dich zu loben.

Lesung

Johannes 16,14–15

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Der Geist der Wahrheit wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

Benedictus - Lobgesang des Zacharias

Antiphon:

Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen.

Bitten

Gott, du sendest deinen Heiligen Geist und heiligst unser Leben. Wir beten zu dir:
A: Gott, komm deinem Volk zu Hilfe.
– Gib uns einen wachen Geist, dich zu erkennen.
– Richte unseren Blick auf das Wirken deines Geistes in unserem Alltag.
– Begeistere uns mit deiner göttlichen Vision von einem erneuerten Antlitz der Erde.

Vaterunser

Gott schenkt uns durch seinen Geist das Leben in Fülle. Als neue Menschen und Gottes Kinder beten wir mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, segne uns mit dem Beistand,
der uns in Versuchungen Kraft gibt.
Segne uns mit dem Beistand,
der uns in Leiden und Not stützt.
Segne uns mit dem Beistand,
der in uns wirkt und uns erneuert. Amen.

Ora et labora

Entfällt sonntags.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, dein Geist erfülle uns, damit wir aus dir und deinem Wort leben.

1. Lesung

Apostelgeschichte 2,1–11°

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten:
Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
Parther, Meder und Elamíter, Bewohner von Mesopotámien, Judäa und Kappadókien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Líbyens nach Kyréne hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Ã

Impuls

Durch den Heiligen Geist kam das Verstehen. Pfingsten ist das Fest des Verstehens. Es ist und bleibt ein Wunder, wenn Menschen aus einander fremden Welten einander verstehen. In Jerusalem hat Jesu Geist sie zusammengeführt. Menschen aus allen Ländern und Weltteilen waren da, hörten und verstanden, was sie hörten. Sie verstanden die Worte über Jesus den Christus in ihrer Sprache. Sie mussten sich die Worte von Petrus nicht zuerst in ihre Kultur und in ihr Denken übersetzen, um das Evangelium von Jesus Christus zu verstehen. Jesu Worte und die Botschaft von seinem Sieg über den Tod waren einfach so in ihrer Sprache und Kultur angekommen. Der Geist Jesu verbindet. Das ist entscheidend. So ist Pfingsten nicht nur das Fest des Verstehens. Es ist auch ein Fest der Hoffnung. In einer Welt, die so dicht miteinander verwoben ist, beginnt das Verstehen nicht dadurch, dass der eine dem anderen seine Sprache und Kultur aufnötigt. Sprache und Kultur sind Schalen, die den Geist Jesu aufnehmen können, und die Barrieren von Sprache und Kultur können durch den Geist Jesu überwunden werden.

2. Lesung

Galater 5,16–25°

Schwestern und Brüder! Wandelt im Geist, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen!
Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist, der Geist gegen das Fleisch, denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht tut, was ihr wollt.
Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst, dann steht ihr nicht unter dem Gesetz.
Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid, maßloses Trinken und Essen und Ähnliches mehr. Ich sage euch voraus, wie ich es früher vorausgesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben.
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit; gegen all das ist das Gesetz nicht.
Die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.
Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!

Impuls

Alle Welt braucht Gottes Geist. Der Geist führt vom Streit zum Verstehen, vom Krieg zum Frieden. Der Geist beendet Feindschaft. Der Geist öffnet die Augen für die Schönheit der Welt. Der Geist macht milde und weise. Gottes Geist berührt die Herzen und bewegt die Hände. Der Geist füllt das Herz mit Sehnsucht und entzündet das Feuer der Liebe. Gottes Geist führt in die Mitte des Evangeliums. Gottes Geist verwandelt die Welt und erneuert die Schöpfung. Wenn sich die Welt doch dem Geist öffnen würde, die Türen weit öffnen und sich mitten hinein in sein Wehen stellen würde. Wenigstens die Gemeinde sollte sich dem Geist öffnen. Dann fängt in ihrer Mitte an, was die Welt zu einem besseren Ort macht. Dann zeigt die Gemeinde, dass Frieden möglich ist und Liebe den Hass überwindet. Dann atmen durch sie die Gequälten auf, werden die Hungernden satt und die Lahmen beginnen zu tanzen. Darauf wartet die Welt. Wenigstens die Gemeinde muss sich in den Wind des Geistes stellen. Wo soll Gott sonst damit beginnen, die Welt zu erneuern?

Evangelium

Johannes 15,26–27; 16,12–15°

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr legt Zeugnis ab, weil ihr von Anfang an bei mir seid.
Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.
Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

Impuls

Das Versprechen gilt: Der Geist der Wahrheit wird uns antworten, wenn wir ratlos werden. Der Geist der Wahrheit wird unsere Zweifel und unsere Ängste ernstnehmen. Der Geist der Wahrheit erträgt es, dass wir klagen und weinen. Der Geist der Wahrheit wird vor unserem Fragen nicht zurückweichen. Die Geisteskraft wird die Erschütterungen, die uns durcheinander rütteln, nicht relativieren. Sie wird uns nicht erlauben, unsere Augen vor der schwierigen Lebenswirklichkeit zu verschließen. Mit leisen und vorsichtigen Worten wird sie uns das Herz weiten. Sie wird uns erst trösten und dann wird sie uns Mut einflößen. An den Tagen, wenn der Mut klein ist, flüstert sie vorsichtig: Christus ist hier. Du bist nicht allein. An den Tagen, wenn das Licht von der Finsternis aufgefressen wird, kommt sie und nimmt uns an die Hand, damit wir nicht abstürzen. Das Versprechen gilt: Christus ist da und Gottes liebende Gegenwart umgibt uns. Das Versprechen gilt. Das ist ein Grund, heute zu feiern und den Geist der Wahrheit zu loben.

Gebet

Komm, Heiliger Geist. Komm, Geist der Wahrheit und weite unsere Herzen. Komm und schenke uns das Verstehen, damit wir erfahren, dass wir in Jesus zusammengehören. Komm und mach uns mutig, damit wir Grenzen überwinden und eins sind in Jesus Christus. Komm, Geist Gottes und verwandle diese Welt durch deine Liebe. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

HYMNUS

Und wieder führt das Jahr herauf
der sel’gen Freude hohen Tag:
Der Beistand, den der Herr verhieß,
wird seinen Jüngern heut geschenkt.

In Flammen stürzt das Licht herab
und strahlt in Feuerzungen auf,
daß Glut der Liebe sie durchströmt
und ihrem Worte Macht verleiht.

In allen Sprachen reden sie,
die Menge staunt und steht gebannt,
man glaubt vom Weine sie berauscht,
die doch vom Geiste trunken sind.

Wir bitten dich, du guter Gott,
mit tief geneigtem Angesicht:
Des Geistes Gaben gieße nun
auch über uns in Gnaden aus.

Dir, Gott und Vater, sei der Ruhm,
dem Sohne, der vom Tod erstand,
dem Geist, der unser Beistand ist,
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
Nach »Beata nobis gaudia« (vor 900), Stundenbuch

CANTICUM

Epheser 5,8–9.14.18.19–20

Einst wart ihr Finsternis,
jetzt aber seid ihr Licht geworden durch den Herrn. *
Lebt als Kinder des Lichtes!
Das Licht strahlt lauter Güte aus, *
es bringt Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.
Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, *
und Christus wird dein Licht sein.
Lasst euch vom Geist Gottes erfüllen! *
Singt Psalmen, Hymnen und Lieder!
Singt und jubelt aus vollem Herzen *
zum Lob des Herrn!
Sagt Gott, dem Vater, für alles Dank *
im Namen unseres Herrn Jesus Christus!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
CANTICUM-GEBET Allmächtiger Gott, du hast uns erleuchtet und zu dem neuen Leben berufen. Erfülle uns mit deinem Geist, sodass wir dir allezeit danken.

LESUNG

1 Korinther 12,3b–7

Keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet. Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt.

Magnifikat – Lobgesang Mariens

Antiphon:

Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen.

Fürbitten

Gott, unser Vater, du schenkst uns deinen Geist der Liebe. Wir rufen zu dir:
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für die christlichen Kirchen, dass dein Geist sie zur Einheit im Glauben führe.
– Für die Regierenden, dass sie sich leiten lassen von deinem Geist des Rates und der Erkenntnis, vom Geist der Wahrheit und der Gottesfurcht.
– Für die Arbeit des Bundesverfassungsgerichts, zur Wahrung unserer ethischen Werte.
– Für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, die Kindern und Jugendlichen die Welt des Geistes erschließen.

Vaterunser

Gottes Geist nimmt weg, was uns voneinander und von Gott trennt. Mit allen Christen verbunden beten wir, wie uns Jesus Christus gelehrt hat: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, segne uns mit dem Hauch deines Geistes,
der Türen öffnet.
Segne uns mit dem Hauch deines Geistes,
der falsche Sicherheiten wegbläst.
Segne uns mit dem Hauch deines Geistes,
der uns frei atmen lässt. Amen.